Wer wann spricht
Auf vielen Hochzeiten verteilen sich die Reden über den Abend. Eine häufige Reihenfolge: Die Eltern begrüßen die Gäste, oft schon vor der Vorspeise. Später dankt das Brautpaar. Danach kommen Trauzeugin und Trauzeuge, nicht selten mit einem Spiel oder einer Diashow, und zum Schluss Freunde und Verwandte.
Viele Reden am Stück ermüden auch ein wohlwollendes Publikum. Melde deine Rede deshalb vorher bei der Person an, die durch den Abend führt, und frag, wann sie am besten passt.
Welche Länge zu welcher Rolle passt
Im deutschsprachigen Raum sind diese Längen üblich:
- Eheversprechen: 1 bis 2 Minuten
- Gast oder Freund: 2 bis 4 Minuten
- Braut oder Bräutigam: 3 bis 5 Minuten
- Trauzeugin: 4 bis 7 Minuten
- Eltern des Brautpaars: 4 bis 8 Minuten
- Trauzeuge: 5 bis 8 Minuten, oft mit Spiel im Anschluss
Kürzer ist fast immer besser als länger. Wie du die Länge planst und misst, steht im Ratgeber Wie lang sollte eine Rede sein.
Was eine Hochzeitsrede persönlich macht
Eine gute Hochzeitsrede lebt von einer Geschichte, nicht von einer Liste an Eigenschaften. Statt „Tom ist hilfsbereit“ erzählst du von der Nacht, in der er losgefahren ist, als du mit dem Auto liegen geblieben bist. Die Gäste erkennen den Menschen in dem Moment, nicht im Adjektiv.
Egal aus welcher Rolle du sprichst: Der Partner oder die Partnerin bekommt Raum, und am Ende steht das Paar im Mittelpunkt. Einige Themen bleiben auf jeder Hochzeit draußen: frühere Beziehungen, Geschichten vom Junggesellenabschied, Anspielungen, Geld und alles, was jemanden im Saal bloßstellt. Das Interview fragt deshalb ausdrücklich, was auf keinen Fall vorkommen soll.
Hochzeiten auf Englisch oder in zwei Sprachen
Hältst du deine Rede auf Englisch, fragen wir, ob das Publikum eher aus Großbritannien, den USA oder international ist. Danach richten sich Schreibweise, Länge, Humor und der Toast. Für Hochzeiten mit zwei Sprachen gibt es mit Premium eine zweisprachige Fassung.